• Abteilung Gesundheitssport
    Sport in der Krebsnachsorge für Frauen


    Letzte Änderung 14.06.2010

    von und mit Elisabeth Sittig

    Im Jahr 1987 gründete sich der Bereich "Sport in der Krebsnachsorge für Frauen". Dabei wurde der Slogan "Sport als Lebenshilfe" zum Leitmotiv für die Gruppe gewählt. Entstanden ist auch diese Gruppe unter Mitwirkung von Herrn Dr. Klaus Klingelhöfer. An den wöchentlichen Übungsstunden, die in Siegburg und in Sankt Augustin stattfinden (siehe oben Trainingszeiten und -orte), nehmen derzeit 27 Frauen im Alter zwischen 50 und 88 Jahren regelmäßig teil. Der Altersunterschied spielt jedoch bei der Auswahl der Übungen nur eine untergeordnete Rolle. Die Art der Erkrankung ist breit gefächert; die meisten der teilnehmenden Damen haben eine Brustkrebs-Operation hinter sich. Spezielle Gymnastik an "Land und im Wasser" sowie Tänze, Spiele und Entspannungsübungen bilden den Stundeninhalt. Geleitet wird das Bewegungsangebot von einer erfahrenen und speziell für den Sport in der Rehabilitation und Prävention mit dem Schwerpunkt "Sport in der Krebsnachsorge" ausgebildeten Übungsleiterin.

    Logo Krebsnachsorge

    Wie die Erfahrungen zeigen, kann mit Hilfe spezieller Bewegungsangebote ein Beitrag zur physischen und psychischen Rehabilitation nach einer Krebserkrankung geleistet werden.

    Durch eine gezielte Gymnastik lässt sich eine Verbesserung der funktionellen Einschränkungen (z. B. im Schulter-Armbereich) erreichen. Darüber hinaus wird die körperliche Leistungsfähigkeit ganz allgemein gefördert und wieder ein positives Körperbewusstsein entwickelt. Auch bei der Krankheitsverarbeitung im emotionalen Bereich kann ein entsprechendes Sportangebot im Kreise "Mitbetroffener" eine wichtige Rolle übernehmen. Es trägt dazu bei, psychosoziale Belastungen abzubauen statt sie zu verdrängen. Ganz allgemein lässt sich sagen, dass durch eine Mobilisierung der körperlichen, insbesondere aber auch der psychischen Kräfte das Selbstwertgefühl der Frauen stabilisiert wird und sich allgemein körperliches und seelisches Wohlbefinden einstellt.

    Auch ein möglicher Erfahrungsaustausch der Betroffenen gehört mit in das Programm. Durch die Teilnahme an diesem Angebot tragen die Teilnehmerinnen aktiv zu ihrer Gesundheit bei. Neben den Treffen in den Sportstätten ist für die Frauen der Zusammenhalt in der Sportgruppe und das "Für-einander-da-sein" besonders wichtig. Aus dem Grunde besteht nach den Übungseinheiten bei einer Tasse Kaffee Gelegenheit zum Gespräch. Diese Möglichkeit wird rege genutzt, auch von Frauen, die nicht aktuell an den Übungseinheiten teilnehmen können (z. B. wegen Teilnahme an einer Therapiemaßnahme). Steht für eine Teilnehmerin wieder ein wichtiger Arzttermin an, so ist stets jemand aus der Gruppe ansprechbar.

    Breiten Raum nehmen gemeinschaftliche Veranstaltungen ein, wie Geburtstagsfeiern, Unternehmungen besonderer Art jeweils vor den Ferien, Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen oder mehrmals im Jahr angemessene Wanderungen. Dies alles trägt dazu bei, das "Miteinander" zu festigen.

    Auskünfte erteilt auch die Übungsleiterin, Frau Elisabeth Sittig,
    unter Tel. Nr. 02241 382897.